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Biologische Zahnmedizin

Der Mund als Spiegel Ihrer Gesundheit

MIT FOKUS AUF IHRE GESUNDHEIT

Unser biologisches Behandlungskonzept sieht vor allem den Menschen und seine Gesundheit im Vordergrund. Neben der Mundgesundheit wird immer auch die Allgemeingesundheit und das Immunsystem mit betrachtet.
Betrachtet man den zivilisierten Menschen, dessen Umfeld und Entwicklung, so wird klar, dass der heutige Mensch einer Vielfalt ihm eigentlich unbekannter Stressoren gegenübersteht. Aus der Anthropologie hervorgehend wissen wir, dass wir Menschen für etwa 2,5 Millionen Jahre als Jäger und Sammler aktiv waren. Die letzten 10.000 Jahre in etwa entwickelten wir uns vom Bauern zum Landwirt um schließlich mit der industriellen Revolution während der letzten 100 Jahre unseren Lebensstil vollkommen zu verändern. Man erkennt deutlich das zeitliche Missverhältnis der einzelnen Zeitabschnitte - Evolution braucht Zeit.

Der Umgang der Menschen mit diesem Thema jedoch scheint ambivalent - während weitherin immer mehr Stressoren, und negative Umweltfaktoren (z.B. Alltagsstress/Leistungsgesellschaft und elektromagnetische Felder EMFs - WiFi, 5G) für den Menschen dazukommen und die Anzahl chronischer Erkrankungen (MS, Alzheimer, Parkinson usw.) immer mehr zunimmt, steigen in wiederum anderen Spaten biologisch orientierte Konzepte empor (z.B. Aufstieg der aktuellen Bio-Supermärkte usw.).

Die integrative Medizin und biologische Zahnmedizin sehen vier Hauptfaktoren für die weltweite Zunahme der chronischen Erkrankungen in den Zivilisationsländern:

VERÄNDERUNGEN DER UMWELT UND ORALE STÖRUNGEN

1. Stress / Lifestyle

Unser automones Nervensystem (unwillkürlich, nicht steuerbar), bestehend aus Sympathikus und Parasympathikus, steuert uns tagaus, tagein. Der Sympathikus macht uns leistungsfähig, befördert uns in den sog. „fight and flight“ Modus, der Parasympathikus entspannt uns und fördert unsere Regeneration, „rest and digest“. Durch den Stress der mordernen Zeit ist die Balance zwischen beiden oftmals gestört. Eine gesteigerte Aktivität des Sympathikus kann zu einer Verkümmerung und vermindertern Aktivierbarkeit des Parasympathikus führen und somit zu einer Kaskade aus Regulationsstörungen (z.B. ein Missverhältnis von Hormonen oder Neurotransmittern), Funktionsstörungen (Zellen können nicht mehr richtig arbeiten, Zellstörungen) und Strukturstörungen (Manifestation, z.B. als Tumor) führen.

1. Hilfe-Merkblatt zur Aktivierung des Parasympathikus

2. Elektromagnetische Felder

Elektromagnetische Felder (EMFs) finden Verwendung in Rundfunk-, Fernseh- und Mobilfunktechnologie (LTE, 4G, evtl. bald 5G?) sowie im Bereich von drahtlosen Telefonen und Computernetzwerken (DECT, WLAN / WiFi). Die Datenlage bezüglich der biologischen Auswirkungen von EMFs ist eigentlich klar. In Abhängigkeit von der Frequenz der Strahlung, kann die Exposition eines EMFs beim Menschen zur Stimulation von Nerven, zur Gewebeerwärmung (der Effekt des warmen Ohrs wenn man mit dem Handy telefoniert hat) und zu Verbrennungen führen.

Häufig in diesem Zusammenhang beschriebene Symptome (Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Energielosigkeit usw.) werden vielfach in Pubmed-gelisteten Studien verdächtigt im Zusammenhang mit einer gestörten Funktion des zentralen Nervensystems zu stehen. Viel problematischer ist jedoch, dass die Wissenschaft offen zugibt, dass viele Fragen noch gar nicht geklärt sind und noch viele Forschungsfelder offen sind.

In einer aktuellen Studie im Bezug auf Zahnimplantate konnte gezeigt werden, dass Implantate schlechter einheilen, wenn sie dauerhaft mit EMFs in Berührung kommen.

Download Broschüre zum Schutz vor EMFs

3. Nährstoffmangel: Makro- und Mikronährstoffe

Bereits Hippokrates, der Vater der Medizin, sagte (460 v. Chr.): „ Eure Nahrungsmittel sollen eure Medizin sein, und eure Medizin eure Nahrungsmittel“ - "Führe ein gesundes Leben, und du wirst kaum erkranken, es sei denn durch einen Unfall oder in einer Epidemie. Wirst du krank, so gewährt dir die richtige Diät die beste Möglichkeit, wieder gesund zu werden.“

Sicherlich dürfen medizinische und wissenschaftliche Errungenschaften, echte, für uns Menschen positive Entwicklungen in der Zivilisation, hier nicht aus dem Auge verloren und von der Hand gewiesen werden. Unsere Medizin hat in den letzten Jahrzehnten massive Fortschritte und Entwicklungen gemacht, was uns jedoch nicht dazu veranlassen sollte, die Basics - also ganz oft die, heute würde man sie Biohacks nennens, Hausmittel und Tipps und Tricks unserer Oma zu vergessen. Zum Beispiel Hühnerbrühe, Bettruhe und viel trinken im Falle des Anflugs eines Infektes, anstatt des versuchten Shortcuts mittels Tabletten um möglichst schnell wieder in den Alltagstrott einsteigen zu können. Leider wird dieses Wissen in unserer Generation kaum mehr weitergegeben und den alten Menschen kaum mehr zugehört.

Fakt ist, dass aufgrund der Überwirtschaftung die Qualität der landwirtschaftlich genutzten Flächen häufig mangelhaft ist und dadurch viel weniger Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aufweisen. Hinzukommt, dass die Böden und Nahrungsmittel häufig mit Pestiziden behandlelt werden. Leider ist dieses Problem auch nicht mit einem unbedachten Ausweichen auf irgendein Biolabel gelöst. Es sollte sorgfältig mit der Auswahl des Biolabels umgegangen werden und am besten auch in einem reinen Bio-Supermarkt eingekauft werden.

Da dies vielleicht nicht immer möglich ist (z.B.: man ist auf Reisen unterwegs, es muss mal schnell gehen, Nährstoffverbesserung vor einer Operation), arbeiten wir im Bezug auf Operationen und Störfeldsanierungen mit speziellen Nährstoffprotokollen, die Ihnen helfen, ihre Nährstoffversorgung wieder herzustellen und ein optimales Eigenheilungspotenzial einzuleiten.

Download Nahrungsergänzungsprotokoll vor Operation

4. Chronische Belastungen durch die Mundhöhle

Jeder Zahn ist, wie die Leber oder die Nieren, ein eigenständiges Organ mit Blut-, Nerven- und Lymphgefäßen und ist somit immer auch mit dem Gesamtorganismus verbunden. Werden unter dem Vorwand der Langlebigkeit oder des „Zahnerhalts“ nicht biokompatible Materialien in den Körper eingebracht oder Entzündungsherde geduldet, so kommt es immer auch zu einer Regulationsstörung. Keine andere Körperregion ist so sehr mit chronischen Entzündungen (durch bspw. insuffiziente Wurzelbehandlungen), Schwermetallen und giftigen Materialien belastet wie die Mundhöhle.

Metalle

Werden Fremdmaterialien in die Mundhöhle eingebracht (z.B. Füllungen, Inlays, Kronen oder ein Implantat), dann ist sorgfältig abzuwägen für welches Material man sich entscheidet. Metalle (Quecksilber, Gold, Platin, Titan usw.) und verschiedenste Dentallegierungen (z.B. Cobalt-Nickel-Chrom) spielen hierbei eine wichtige Rolle, da deren zytotoxische, immunologische und krebserregende Wirkungen sowie deren Einfluss auf den Stoffwechsel gut wissenschaftlich belegt sind.

Die drei folgenden Aspekte der Materialeigenschaften sollten bei der Auswahl von Materialien berücksichtigt werden.
  1. Toxizität: Freie Metallionen können sich an Proteine, Enzyme, Kofaktoren und Zellwände binden. Hierdurch können deren Funktionen verändert oder ganz außer Kraft gesetzt werden. Die Belastung des Organismus entsteht dann dadurch, dass Zellprozesse nicht mehr richtig funktionieren. Auswirkungen auf den Körper können vor allem Störungen des zentralen Nervensystem („Tremor mercuralis“, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, usw.), des Herz-Kreislauf-Systems und psychische Probleme sein. Des Weiteren können fehlerhafte Zellprozesse über Regulationsstörungen und Funktionsstörungen zu Strukturstörungen (Tumorwachstum) führen.

  2. Immunologie: Metalle stellen Fremdkörper für den menschlichen Organismus dar. Die Elementarbestandteile der üblichen Dentallegierungen, bestehend aus Gold, Nickel, Palladium usw., sind allesamt im menschlichen Organismus biologisch nicht vorhanden. Je nach individueller Disposition reichen die Reaktionen des patientenindividuellen Immunsystems von leichten chronischen Entzündungen (z.B. Zahnfleischbluten am Kronenrand), über eine Kontaktallergie bis hin zu Autoimmunerkrankungen.

  3. Strahlung/elektrische Komponente: Metalle im Mund können als elektrische Leiter fungieren und so das Phänomen der Elektrosensibilität hervorrufen. Im Zeitalter des erhöhten Aufkommens von elektromagnetischer Strahlung (EMFs) führt dies zu einer unkontrollierten Aufnahme und Streuung der Strahlung und Erwärmung des umliegenden Gewebes. Werden verschiedene Dentallegierungen nebeneinander in Kontakt eingebracht kommt es sogar zu einem Stromfluss („Batterieeffekt“, sog. galvanisches Element, führt zu Elektronenfluss vom unedlen Metall zum edlen Metall). Das körpereigene Nervensystem kann dabei sensibel gestört werden.

Chronische Entzündungen / NICOs

Während akute Erkrankungen schnell, plötzlich und in der Regel mit Schmerzen auftreten, so sind die Ursachen chronischer Erkrankungen häufig nicht ganz klar. Chronische Erkrankungen verlaufen häufig blande (mild, reizlos, langsam) und sind daher in den allermeisten Fällen Zufallsbefunde. Der Begriff der fokalen Infektion (von einem Krankheitsherd ausgehend) ist in Zusammenhang mit Zahnherden wissenschaftlich gut dokumentiert. So weiß man zum Beispiel, dass Bakterien einer Parodontitis besonders auch das Herz befallen, eine Insulinresistenz hervorrufen und damit Diabetes begünstigen, das Herzinfarktrisiko erhöhen, usw. Sogar eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Frühgeburten konnte nachgewiesen werden.
Bakterien toter, abgestorbener Zähne, welche eine Entzündung an der Wurzelspitze zeigen produzieren Toxine, sog. Schwefelwasserstoffverbindungen, welche zu einer irreversiblen Hemmung am aktiven Zentrum vieler lebenswichtiger körpereigener Enzyme zur Ursache führen und somit vielfältige System- und Organ-Erkrankungen hervorrufen können.
Auch chronische Entzündungen im Kieferknochen, sog. NICOs, schädigen den Organismus vor allem durch spezielle Entzündungs- und Zellmediatoren (Zytokine, v.a. IL1ra, RANTES, MCP-1, FGF2). Auch Amalgamfüllungen und Metalle können über den Werkstoff selbst, aber auch über das sukzessive durch sie veränderte orale Mikrobiom als Störfeld wirken.

BIOPHYSIODENT - Biologische Zahnmedizin, bringt Sie als unsere Patienten in ein Netzwerk aus Zahnarzt, Zahntechniker, Physiotherapeuten, Osteopathen, Heilpraktikern, Umweltmediziner und Orthopäden, welches die optimalen Grundlagen für einen gesunden Lebensstil, einen gesunden Körper und eine gesunde Mundhöhle für Sie bereit hält.

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© 2020 BIOPHYSIODENT Zahnarzt Dr. Max Riemann, Nürnberg